Neun Künstler auf der Suche nach der „Seele von Südwest-Fryslân“

Die neun kooperierenden Museen von Südwest-Fryslân haben ihre Wahl getroffen. Die Künstlerinnen und Künstler, die in den kommenden Monaten auf die Suche nach der Seele von Südwest-Fryslân gehen, stehen fest. Die vielfältigen Ergebnisse ihrer Recherchen präsentieren sie während Arcadia (17. Mai bis 24. August) an den jeweiligen Standorten.

Gibt es so etwas wie die Seele von Südwest-Fryslân? Wer oder was ist sie, und wo kann man sie finden? Neun Museen in Südwest-Fryslân haben sich zusammengeschlossen, um dieses Rätsel zu entschlüsseln. Neun Künstlerinnen und Künstler tauchen in die Seele der Region ein und geben ihre ganz eigene Interpretation davon. Sie verbringen jeweils zwei Wochen in der Nähe eines der Museen und lassen sich von der Umgebung inspirieren. Ihre Forschungsergebnisse führen zu Kunstwerken in verschiedenen Disziplinen – von Textil- und Videokunst bis hin zu Fotografie und Installationen. Vom 17. Mai bis zum 24. August 2025 werden diese Werke in oder nahe den Museen ausgestellt.

Ende Dezember veröffentlichte die Stiftung Samenwerking Musea Zuidwest Friesland einen Open Call. Jedes Museum hatte eigene Wünsche und Vorlieben, abhängig von Sammlung, Raumangebot und Rahmenbedingungen. Nach und nach gingen Bewerbungen aus dem In- und Ausland ein. Besonders im letzten Wochenende vor Bewerbungsschluss am 19. Januar meldete sich noch eine große Anzahl von Künstlerinnen und Künstlern. Die Zahl der Bewerbungen stieg auf 120!

Die meisten Bewerberinnen und Bewerber äußerten eine Vorliebe für einen oder mehrere bestimmte Standorte. Das Interesse war sehr breit gefächert, sodass die künstlerische Leiterin Gitte Brugman jedem Museum eine aussagekräftige Top 3 präsentieren konnte. Die Vertreterinnen und Vertreter der Museen wählten schließlich die folgenden Künstlerinnen und Künstler aus:

Museum De Tiid: Heleen Langkamp (multimediale Installation mit Video)

Kazemattenmuseum: Julia Eichler (Skulpturen)

Modelspoormuseum: Caroline Penris (Fotografie und Film)

Warkums Erfskip & Jopie Huisman Museum:

Cora Jongsma (Feltscapes)

Ernest Bessems (Installation, Keramik und Performance)

’t Tsiispakhûs: Thea Zweerink (Textil, Multimedia)

Museum Houtstad IJlst: Sibe Jan Kramer (Holz, Installation)

Museum Hindeloopen: Madelief van de Beek (Video, Szenografie)

Fries Scheepvaartmuseum: Gitte Brugman (Fotografie, Audio)

Am 13. Februar trafen sich die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler zur Kick-off-Veranstaltung Seele von Südwest-Fryslân, um sich gegenseitig sowie die Museumsvertreterinnen und -vertreter kennenzulernen. Gemeinsam mit der Organisation legen sie fest, wann und wie sie ihre zweiwöchige Residenz gestalten. Vor Ort arbeiten sie mit „ihrem“ Museum, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie gegebenenfalls lokalen Künstlerinnen und Künstlern zusammen, um ein Kunstwerk zu schaffen, das zum jeweiligen Standort passt. Sie haben bis zum 1. Mai Zeit, ihre Arbeiten fertigzustellen. Ihre Fortschritte sind über die Social-Media-Kanäle und die Webseiten der Museen zu verfolgen (www.museumzuidwestfriesland.nl).

Eine Kunstroute verbindet die neun Museen miteinander, sodass Besucherinnen und Besucher alle Kunstwerke entdecken können. Weitere Informationen dazu werden zu gegebener Zeit auf den Websites der Museen sowie auf www.waterlandvanfriesland.nl veröffentlicht.

Seele von Südwest-Fryslân ist Teil von Arcadia, der dreijährlichen Kulturveranstaltung, die den Geist von Leeuwarden Kulturhauptstadt Europas 2018 (LF2018) weiterträgt. Arcadia stellt durch Kunst und Kultur tiefgehende Fragen zur Zukunft: Wie sieht die Welt aus, in der du leben möchtest? Was möchtest du kommenden Generationen hinterlassen? Seele von Südwest-Fryslân knüpft an die Arcadia-Themen Grûn (Boden) und Mienskip (Gemeinschaft) an.

Seele von Südwest-Fryslân wird ermöglicht durch die Gemeinde Südwest-Fryslân, das Mondriaan Fonds, das Ondernemersfonds Südwest-Fryslân, das Iepen Mienskipsfûns, Arcadia, Merk Fryslân und Het Fonds Bolsward-Dronrijp 1993.

Gitte Brugman wurde bereits vor Projektbeginn vom Fries Scheepvaartmuseum beauftragt, nach der Seele von Südwest-Fryslân zu suchen. In einer späteren Phase wurde sie zudem zur künstlerischen Leiterin des Projekts ernannt. Ihre Arbeit wird die einzelnen Standorte miteinander verbinden.